Wer ist wer in der griechischen Mythologie? (Teil 4)
Olympia und die Geschichte der Olympischen Spiele
Wer ist wer in der griechischen Mythologie? (Teil 3)
Wer ist wer in der griechischen Mythologie? (Teil 2)
Wer ist wer in der griechischen Mythologie? (Teil 1)
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
Poseidon und jz  
Wer ist wer in der griechischen Mythologie?
(Teil 4)
01.02.02
Rittner
 

Apollon und Artemis: Apollon, Sohn des Zeus und der Leto, kann als das Allround-Talent unter den griechischen Göttern bezeichnet werden. Apollon gilt als Gott der Weissagung; sein berühmtestes Orakel war in Delphi.
Gleichzeitig trägt er aber auch Pfeil und Bogen und verschont selbst den gewaltigen Achilleus* nicht.
Er kann jedoch auch heilen, zur Leier singen und er versteht sich auf den Mauerbau, was er bei der Befestigung Trojas unter Beweis stellt.

Darüberhinaus erzählt man, dass er wunderschön sei. Wie Aphrodite wurde Apoll seit der Mitte des 15. Jahrhunderts im Kreis der Musen dargestellt, während er auf dem Sonnenwagen fährt. Oder man sieht Abbildungen, die ihn zeigen, als er die schon halb in einen Baum verwandelte Daphne* umwirbt.

Artemis: Tochter des Zeus und der Leto, Zwillingsschwester des Apollon, wird für die bedeutende Muttergottheit des östlichen Mittelmeerraumes gehalten, gütig und grausam zugleich.
Sie ist Herrin über die Tierwelt, jedoch auch Geburtshelferin sowie Mond- und Todesgöttin. In der bildenden Kunst wird sie häufig als die barbarisch-fremdartige Große Göttin von Ephesus dargestellt.
Sie ist unerbittlich und rachsüchtig. Als Agamemnon* auf eine Hirschkuh schießt, die ihr heilig ist, soll er dafür seine Tochter Iphigenie* opfern.

Artemis wurde von Bildhauern und Malern meist leichtbekleidet und mit kurzen Röckchen dargestellt. Ein langes Gewand hätte sie bei der Jagd auch nur behindert.

 

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Olympia und die Geschichte der Olympischen Spiele
30.12.2001
Rittner
 

Schon ab 3000 v. Chr. weiß man von einer Besiedlung des Gebietes um Olympia. Bis zum Beginn des zweiten Jahrtausends verehrte man dort neben Rhea und Kronos die Demeter Chamyne, eine Göttin der Fruchtbarkeit.
Gegen Ende der mykenischen Zeit (1100 v.Chr.) übernahmen die Elier, die im Zuge der Dorischen Wanderung von Norden her eingedrungen waren, die Herrschaft über Olympia und seine Umgebung. Mit ihnen kam der Zeuskult und sie benannten das Heiligtum nach dem Götterberg Olymp in Thessalien.

Von Anfang an glaubte man, dass es die olympischen Götter selbst gewesen waren, die sich hier zum ersten Mal im Wettkampf maßen. Kronos sei von seinem Sohn Zeus im Ringkampf besiegt worden, während Apollon im Faustkampf über Ares und im Wettlauf über Hermes siegte.
Herakles bestimmte etwa zur gleichen Zeit Ort und Abmessungen des ersten Stadtions und gründete somit die Olympischen Spiele. Im Stadion fand zunächst nur der Wettlauf statt. Der Sieger erhielt einen Kranz aus den Zweigen des Kotinos, eines wilden Ölbaumes. Dieser war von Herakles vom Sitz des hyperboreischen Apolls mitgebracht und eigenhändig in Olympia eingepflanzt worden.
Da das Zeusheiligtum von Olympia unter dem Schutz des höchsten Gottes stand, gewann es schnell an Bedeutung und wurde somit zum eigentlichen Kult- und Wettkampfzentrum der griechischen Welt.
Um Ahtleten und Zuschauern die gefahrlose Anreise zum Heiligtum zu ermöglichen und die ungestörte Durchführung der Wettkämpfe zu sichern, wurde vor Beginn der Spiele die Heilige Waffenruhe verkündet, in der einen Monat lang jegliche Feindseligkeiten zwischen den griechischen Stadtstaaten einzustellen waren.
Im Laufe der Zeit ergänzte man den Wettlauf noch mit anderen, jedoch ausschließlich auf ahtletische Kämpfe beschränkte Wettkampfarten. Erst 100 Jahre später kamen das Wagenrennen und die anderen Pferderennen hinzu.

Die ersten so neugeordneten Olympischen Spiele wurden 776 v.Chr. ausgetragen. Von dieser Zeit an wurde dieses Jahr von den Griechen als Beginn der historischen Zeitrechnung betrachtet.
Die Spiele wurden alle vier Jahre ausgetragen und dauerten 5 Tage. Der Zeitraum von vier Jahren zwischen den Spielen wurde "Olympiade" genannt; der genaue Zeitpunkt, zu dem sie jeweils stattfanden, ist nicht überliefert. Es ist jedoch sicher, dass er um den ersten Vollmond nach der Sommersonnenwende lag, also zwischen der letzten Juliwoche und der ersten Augusthälfte.

Schon bald wurden die Olympiaden zu Grundlage für die zeitliche Einordnung aller bedeutenden Ereignisse der langen und bewegten Geschichte der Griechen.
Bereits ein Jahr vor Beginn der Spiele wurde Herolde in alle Städte Griechenlands und in alle griechische Kolonien, die damals über den ganzen Mittelmeerraum verstreut waren, gesandt. Aufgabe dieser "Spondophoroi" (Überbringer des Gottesfriedens) war es, das Datum zu verkünden, zu dem die nächsten Spiele und somit auch die Waffenruhe beginnen würde. Die zahllosen Stadtstaaten waren bei den Spielen durch "Theoroi" (Zuschauer) genannte offizielle Gesandte vertreten, die es bei ihren Auftritten nicht an Prunk und Pracht fehlen ließen. Später traten am Rande der Veranstaltungen auch bedeutende Rhetoren, Geschichtsschreiber und Philosophen vor die versammelten Griechen.

Über viele Jahrhunderte wurden die Spiele ausgetragen, zeigten aber zu Beginn der Römerherrschaft im Jahre 146 v.Chr. bereits die ersten Anzeichen des Verfalls: Bruch der Waffenruhe und Verletzung der Heiligkeit des Landes Elis kamen immer öfter vor und die Spiele selbst verloren viel von ihrem eigentlichen kultischen Inhalt.
Unter Kaiser Hadrian erlebte Olympia nochmals eine neue Blütezeit. Er passte die Spiele der neuen Zeit an und ließ die Sportstätten um neue Bauten erweitern.

Im Jahre 393 ließ der christliche Kaiser Theodosios I die heidnischen Spiele per Dekret verbieten und Kaiser Theodosios II ließ 426 sogar den Zeustempel in Brand stecken.
Im 6. Jh. vollendete schließlich ein Erdbeben das Werk der Zerstörung, das von Mensch und Zeit begonnen worden war.
Im Laufe der Jahrhunderte begrub der Fluss Alpheios die heilige Stätte durch Anschwemmungen unter einer meterhohen Erdschicht und rettete somit in die Neuzeit hinüber, was von dem Heiligtum noch übriggeblieben war.

Die Wiedereinführung der Olympischen Spiele 1896 geht auf Baron de Coubertin zurück.
Mit Ausnahme der beiden Weltkriege haben die Spiele seither wieder alle vier Jahre stattgefunden. Sie werden jedesmal an eine andere Weltstadt vergeben und Sportler aus allen Ländern der Welt nehmen daran teil.

Im Jahre 2004 finden die Olympischen Spiele in Griechenland statt. Weitere Informationen hierzu unter Landeskundliches.

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Poseidon und jz  
Wer ist wer in der griechischen Mythologie?
(Teil 3)
13.05.2001
Rittner
 

Poseidon und Demeter: Poseidon, Gott des Meeres, Sohn des Kronos und der Rhea, Bruder des Zeus und des Hades. Mit seinem Dreizack wühlt er das Meer auf und erschüttert die Erde. Bisweilen verwandelt er sich in ein Pferd, das als sein heiliges Tier gilt. Medusa gebiert ihm ein Flügelpferd, den Pegasos. Von anderen Göttinnen, Nymphen und sterblichen Frauen hat er noch zahlreiche weitere Söhne, teils von gewaltiger Größe und Kraft. Mit Athene streitet er um das attische Land. Er kämpft mit den Giganten, was auf dem Pergamon-Altar im gleichnamigen Museum in Berlin dargestellt ist.
Im Athener Nationalmuseum befindet sich eine über zwei Meter hohe Statue des Poseidon, eine der wenigen Großbronzen des 5. Jhdts. v. Chr., die erhalten blieben.
Seit dem 17. Jahrhundert stellt man Poseidon gern inmitten von Meerwesen auf Brunnen dar, wie z.B. in der Fontana di Trevi in Rom.
Demeter, die "Erdmutter", gilt als gütige Göttin der Fruchtbarkeit. Sie ist Tochter des Kronos und der Rhea, Schwester des Zeus und Mutter der Persephone. In Eleusis bei Athen wurden sie gemeinsam besonders verehrt und wer sich dort in den Geheimkult einweihen ließ, hoffte auf ein Weiterleben nach dem Tod.
Die Menschen lernten von Demeter den Ackerbau. Dargestellt wird sie meist als reife Frau mit Ährenkranz im Haar und einer Garbe im Arm. Neuerdings firmieren Öko-Produkte unter dem Namen "Demeter".

Fortsetzung demnächst!

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Poseidon und jz  
Wer ist wer in der griechischen Mythologie?
(Teil 2)
17.04.2001
Rittner
 

Hera: Tochter des Kronos und der Rhea, Schwester und Gattin des Zeus. Galt als Schützerin des Hauses und der Ehe und nahm daher die zahlreichen Seitensprünge ihres Göttergatten Zeus sehr übel. Sie verfolgte seine zeitweiligen Gespielinnen und auch deren Nachkommen mit ihrem Hass. Sie zürnte den Trojanern, weil nicht sie, sondern Aphrodite von Paris als die schönste Göttin erwählt worden war. Da sie auf der Seite der Griechen in den Kampf eingreifen wollte, brachte sie es trotz ihres überaus großen Hasses auf Zeus fertig, ihn nach allen Regeln der Kunst zu verführen. Sie begab sich zu Zeus auf den Ida und mit Hilfe des Schlafgottes ließ sie den sofort Verliebten sanft einschlummern.

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Poseidon und jz  
Wer ist wer in der griechischen Mythologie?
03.04.2001
Rittner
ijizcnn    

Wer kennt sich heute noch aus mit antiken Gestalten, deren Namen wir oft ganz beiläufig im Munde führen? Gestalten wie Odysseus oder Ödipus leben bis in unsere Tage in unserem Gedächtnis weiter. Dennoch können wir uns, wenn wir einem dieser Namen begegnen, oft nur vage an die entsprechenden Zusammenhänge erinnern.
Nachstehend werden einige Figuren aus der griechischen Antike vorgestellt; in kurzen Auszügen wird ihre Geschichte erzählt.

Zwölf Götter: Seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland kultisch verehrte Götterrunde. Meist sechs Paare: Zeus und Hera, Poseidon und Demeter, Apollon und Artemis, Ares und Aphrodite, Hermes und Athene sowie Hephaistos und Hestia.

Zeus: Sohn der Rhea von Kronos. Da Kronos aus Angst, eines seiner Kinder könne ihn ebenso entmachten wie er seinen Vater Uranos, alle gleich nach der Geburt verschlang, brachte Rhea den kleinen Zeus nach dem Ratschlag des Uranos und der Gaia auf Kreta zur Welt. In einer geräumigen Höhle am Idagebirge wurde er von der Nymphe (oder Ziege) Amaltheia versorgt und war dort vor seinem gefräßigen Vater sicher. Dem hatte Rhea statt des Säuglings einen in Windeln gewickelten Stein zu schlucken gegeben, der dem Kronos so schwer im Magen lag, dass er sich von Gaia ein Brechmittel geben ließ und mit dem Stein auch die anderen verschlungenen Kinder wieder ausspie. Diesen Stein stellte Zeus in Delphi auf, als er nach schwerem Kampf den Vater entmachtet und in den Tartaros gestürzt hatte.
In der Antike stellte man sich Zeus zwar mächtig, jedoch nicht allmächtig vor; zwar klug, aber nicht allwissend. Wenn er die Wolken zusammenballte oder den Himmel freifegte, wenn er blitzte und donnerte, zeigte er seine Macht. Die Fähigkeit, sich in verschiedene Gestalten - er kam als goldener Regen, als Stier und als Schwan - zu verwandeln, kam ihm vor allem bei seinen zahlreichen Liebesabenteuern zugute. So gab es denn oft genug mit Hera Zank auf dem Olymp, wo man sich seit alters den Palast des "Vaters der Götter und Menschen" dachte.

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